AND
Stephanie Kiwitt
Arthur Zalewski
11.06 - 02.07.2006
Eröffnung: Samstag, 11.06.2005 ab 18:00 Uhr
- quartier#1, Lokal, 2004, C-print, 125 x 178 cm, Edition 3+1 a.p.
- quartier#1, Kasse, 2004, C-print, 35 x 50 cm, Edition 3+1 a.p.
- quartier#1, Tisch, 2004, C-print, 35 x 50 cm, Edition 3+1 a.p.
- quartier#1, Mann, 2004, C-print, 35 x 50 cm, Edition 3+1 a.p.
Stephanie Kiwitt
quartier#1 2005
C-Print
103 x 152 cm
Edition 3+1 a.p.
<-- (für weitere Ansichten, bitte ins Bild klicken)
Die Leipziger Künstlerin Stephanie Kiwitt setzt sich in ihrer künstlerischen Haltung von jenen Tendenzen der zeitgenössischen Fotografie ab, welche die Versionen der modernen Stadt zu repräsentieren versuchen, indem sie in deren Matrix vordringen und sich am Modellhaften abarbeiten. Kiwitt dokumentiert mit ihrer fein ausgewogenen Methode der “straight photography" dagegen die Risse und manifesten Auswüchse der realisierten Pläne sowie jene subversiv zufälligen Akte, die sich der verwirklichten Monotonie des Entwurfs entgegenstellen. Ihre in europäischen Großstädten vorgefundenen Bricolagen des Alltags sind Auswüchse urbaner Strukturen. Diese oftmals sonderbar erscheinenden Eingriffe drängen sich dem Stadtbild scheinbar als Fremdkörper auf. Jedoch fügen sie sich perfekt in ihr Umfeld ein und lenken somit das Augenmerk auf die Brüche und Reparaturen im urbanen Gefüge, die dem Blick des Betrachters sonst entgehen.
Allen Bildern liegt als gemeinsames Merkmal ein subtil anarchistisches Moment zu Grunde: dem Versuch der Domestizierung öffentlichen Raumes wird eine individuelle Signatur entgegengestellt. Bei aller Unmittelbarkeit der Motive, strahlen Stephanie Kiwitts Arbeiten beinahe eine Aura der Ruhe aus, welche auf das Geheimnis dieser Anordnungen hinweist, ohne es lösen zu können - oder zu wollen.
- trial & error #3, 2005, Expoxydharz, Farbe, Dimensionen variabel, Ausstellungsansicht Galerie Amerika
- trial & error #3, 2005, Expoxydharz, Farbe, Dimensionen variabel
- trial & error #3, 2005, Expoxydharz, Farbe, Dimensionen variabel
Arthur Zalewski
o.T. (Motorrad) 2003
Epoxydharz
198 x 95 x 120 cm
<-- (für weitere Ansichten, bitte ins Bild klicken)
Vorgefundene Konstellationen in unserer Alltagskultur sind die Referenzen, die sich in Arthur Zalewskis Arbeiten wieder finden. Mit genauem Auge untersucht er gefundene Objekte auf ihre visuellen und inhaltlichen Eigenheiten, um diese dann im Ausstellungskontext neu zu praäsentieren. Diese Arbeitsweise folgt weniger einer strengen Gliederung, sondern bedient sich einer bewusst spielerischen, experimentellen Vorgehensweise - 'trial and error'. Dabei steht nicht die perfekte handwerkliche Umsetzung mit klassischen Materialien oder Formaten im Vordergrund, sondern eine Entsprechung von Vorbild und Werk auf abstrakter Ebene. Die immanente gegenseitige Abhängigkeit dieser beiden Pole, deren Rollen stets wechseln, wird in Zalewskis Arbeit erkennbar.









