Nunc Stans: Frank Berger / Falk Haberkorn
Eröffnung: Donnerstag, 05. April in AMERIKA ab 18:00 Uhr
Finissage: Samstag, 12. Mai in AMERIKA ab 18:00 Uhr
Frank Berger und Falk Haberkorn präsentieren ihre neuen Arbeiten vom 07.04 - 12.05.2007 in AMERIKA.
Die immerwährende Gegenwart, der Moment überzeitlicher Verdichtung und Konzentration als grundlegender Existenzmodus der bildenden Kunst steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Die gezeigten Arbeiten befragen die zeitlichen Aspekte des Begriffs, das Verhältnis von Fragment und Verdichtung und die Dimension auratischer Eindrücke.
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 12.04
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 12.04
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 13.04
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 13.04
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 14.04
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 15.04
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 15.04
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 16.04
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 17.04
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 18.04
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 19.04
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 21.04
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 22.04
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 25.04
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 26.04
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 27.04
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 28.04
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 02.05
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 05.05
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 05.05
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 08.05
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 10.05
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 10.05
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 12.05
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 12.05
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 12.05
- Falk Haberkorn, Sema, 2007, work in progress, Ansicht vom 12.05
Falk Haberkorn
Sema 2007
work in progress
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Falk Haberkorn nutzt in Nunc Stans eine Wand der Galerie für seine "Einschreibungen", welche als Synthese von Bild und Wort, von Zeichen und Bedeutung funktionieren.
Zuvor klar definierte und speziell präparierte Abschnitte werden über den Verlauf der Ausstellung mit Text beschrieben. Von einer schon bei Eröffnung der Ausstellung sicht-baren Präparierung der vormals rein "weißen Wand" ausgehend, wird Falk Haberkorn die übrigen fünf Flächen nacheinander mit "Inhalt" füllen. Nach Beendigung der Schreibarbeit wird die Dauerspur der Schrift (Erinnerung) durch Überstreichen (Vergessen) gelöscht: und bleibt dennoch aufbewahrt unter einer neuen Schicht Mörtel und Farbe.
Die tabula rasa einer unberührten Fläche wird mit einer idealiter unzerstörbaren Schriftspur überzeichnet. Darüber hinaus folgt das Gesamt des Abgeschriebenen nicht nur visuell, sondern auch inhaltlich einer vernetzten Struktur: Passagen und Zitate aus literarischen und geisteswissenschaftlichen Texten, die in unterschiedlicher Hinsicht auf die Gedächtnisproblematik rekurrieren, werden so mit- und ineinander verwoben, dass - nach dem Prinzip der Montage, der Verknüpfung und der Assoziation - sich ein erweiterungsfähiger und tendenziell unabschließbarer gedanklicher Referenzraum eröffnet.
Man steht demnach nicht unmittelbar begreifbaren Bild-Objekten gegenüber oder kann mit einem Mal den Inhalt erfassen. Man muss sich, dem zeitlichen Aspekt der Arbeit folgend, immer aufs Neue einlassen und in den Ausstellungsraum begeben, wenn man die Arbeit in ihrer Ganzheit betrachten will. Der Moment der Auseinandersetzung mit dem Werk muss folglich immer wieder bewusst herbeigeführt werden: Konzentriertes Verweilen und Herantreten des Publikums treffen auf die Bereitschaft zum stetigen Neuanfang und Verwerfen des einmal Erreichten auf Seiten des Künstlers.
- Frank Berger, Versailles, 2002, Ilforchrom, ca. 75 x 60 cm, Ed. 5+2 a.p
- Frank Berger, West Hollywood, 2007, Ilforchrom, ca. 75 x 60 cm, Ed. 5+2 a.p
- Frank Berger, Karyatide, 2006, Ilforchrom, ca. 75 x 60 cm, Ed. 5+2 a.p
- Frank Berger, Hollywood Boulevard, (2004) 2006, C-print, ca. 75 x 60 cm, Ed. 5+2 a.p
- Frank Berger, Blvd. du Temple#2, 2006, C-print, ca. 75 x 60 cm, Ed. 5+2 a.p
- Frank Berger, Greifer, 2007, Ilforchrom, ca. 75 x 60 cm, Ed. 5+2 a.p
- Frank Berger, Place Colette, 2006, Ilforchrom, ca. 75 x 60 cm, Ed. 5+2 a.p
- Frank Berger, Grauman's Chinese, 2007, Ilforchrom, ca. 75 x 60 cm, Ed. 5+2 a.p
- Frank Berger, Gerüst, 2007, Ilforchrom, ca. 75 x 60 cm, Ed. 5+2 a.p
- Frank Berger, Buckow, (2002) 2006, C-print, ca. 75 x 60 cm, Ed. 5+2 a.p
Frank Berger
Garten (UCLA) 2007
Ilfochrom
ca. 75 x 60 cm
Ed. 5+2 a.p
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Frank Berger stellt dem eine Reihe von Einzelbildern gegenüber, die im klassischen Format gearbeitet sind. Bei der Betrachtung wird jedoch schnell klar, dass es nicht um das Konzept einer Serie geht oder sich über das jeweils Dargestellte eine innere Verbindung ziehen ließe. Vielmehr beansprucht jedes Bild, ganz für sich selbst zu stehen. Der Prozess des Abbildens ist per se immer ein Prozess von Stillstellung eines Geschehens, welches durch das Auge des Künstlers in den Bildrahmen überführt wird. Wie als Doppellung dieses Gedankens hat Frank Berger nun solche "Gesten des Festgestelltseins" auf verschiedenen visuellen und thematischen Ebenen gefunden. Seine Motive muten zunächst banal an, verweigern sich aber einer einfachen Identifikation. Durch die äußerst konzentrierte Darstellung der Gegenstände im Bildraum wird der Blick geschärft für die hinter den Abbildungen liegenden Bedeutungsebenen.
Außerdem möchten wir noch auf unsere Teilnahme an der ARTBRUSSELS 2007 vom 19 - 23. April hinweisen. Wir zeigen neue Arbeiten von Ulrich Gebert, Sven Johne und Alexej Meschtschanow und Sie finden uns an Stand 11FC14!








































