One bear, one elephant, and three people on the phone: Viktoria Binschtok / Andreas Grahl

Viktoria Binschtok
Andreas Grahl

Eröffnung: Freitag, den 23. Februar in  AMERIKA ab 18 Uhr

Viktoria Binschtok und Andreas Grahl stellen ihre neuen Arbeiten vom 24.02 - 31.03.2007 vor.

 

Viktoria Binschtok, Three people on the phone #2, 2007, 11 S/w-Siebdrucke, gerahmt, 70 x 100 cm, Ed. 5+1 a.p
Viktoria Binschtok, Three people on the phone #1, 2007, 11 S/w-Siebdrucke, gerahmt, 70 x 100 cm, Ed. 5+1 a.p
Viktoria Binschtok, Three people on the phone #3, 2007, 11 S/w-Siebdrucke, gerahmt, 70 x 100 cm, Ed. 5+1 a.p
Viktoria Binschtok, Three people on the phone #4, 2007, 11 S/w-Siebdrucke, gerahmt, 70 x 100 cm, Ed. 5+1 a.p
Viktoria Binschtok, Three people on the phone #5, 2007, 11 S/w-Siebdrucke, gerahmt, 70 x 100 cm, Ed. 5+1 a.p
Viktoria Binschtok, Three people on the phone #6, 2007, 11 S/w-Siebdrucke, gerahmt, 70 x 100 cm, Ed. 5+1 a.p
Viktoria Binschtok, Three people on the phone #7, 2007, 11 S/w-Siebdrucke, gerahmt, 70 x 100 cm, Ed. 5+1 a.p
Viktoria Binschtok, Three people on the phone #8, 2007, 11 S/w-Siebdrucke, gerahmt, 70 x 100 cm, Ed. 5+1 a.p
Viktoria Binschtok, Three people on the phone #9, 2007, 11 S/w-Siebdrucke, gerahmt, 70 x 100 cm, Ed. 5+1 a.p
Viktoria Binschtok, Three people on the phone #10, 2007, 11 S/w-Siebdrucke, gerahmt, 70 x 100 cm, Ed. 5+1 a.p
Viktoria Binschtok, Three people on the phone #11, 2007, 11 S/w-Siebdrucke, gerahmt, 70 x 100 cm, Ed. 5+1 a.p

Viktoria Binschtok
Three people on the phone #2   2007
11 S/w-Siebdrucke, gerahmt
70 x 100 cm
Ed. 5+1 a.p


<-- für weitere Ansichten, bitte ins Bild klicken


Viktoria Binschtok findet ihre Motive im öffentlichen Raum. Ihrer Intuition folgend sucht und findet sie Symmetrien kollektiver Verhaltensmuster im Alltag, deren Existenz sonst kaum bemerkenswert scheint. Erst durch die subjektive Aneinanderreihung einzelner Beobachtungen zu einer Serie werden Kontexte sichtbar, die scheinbar banalen Situationen plötzlich Bedeutung verleihen.  In ihrem aktuellen Zyklus von S/W-Siebdrucken wird bereits im Titel - "three people on the phone" - der inhaltliche Kern offenbar. Wir beobachten Personen, die mal geschäftig mal gelangweilt, vereinzeilt oder in der Menge geborgen mit dem fernmündlichen Austausch oder dem Absetzen von Textbotschaften befasst sind - dies erscheint zunächst unspektakulär, doch allein ihre Haltung, Mimik und Gestik spiegeln das Kaleidoskop emotionaler Regungen wider. Offensichtlich scheint das Mobiltelefon mindestens ebenso sehr persönlicher Rettungsanker wie notwendiger Draht zur Außenwelt zu sein. Wie und wieso sich die jeweiligen Dreierkonstellationen formierten, bleibt allerdings zwischen Zufalls- und Verschwörungstheorie unbeantwortet.

 

 

Andreas Grahl, Bär, 2007, Bronze, Porzellan, 70 x 50 x 50 cm, Ed. 5+1 a.p
Andreas Grahl, Bär, 2007, Bronze, Porzellan, 70 x 50 x 50 cm, Ed. 5+1 a.p
Andreas Grahl, Bär, 2007, Bronze, Porzellan, 70 x 50 x 50 cm, Ed. 5+1 a.p
Andreas Grahl, Bär, 2007, Bronze, Porzellan, 70 x 50 x 50 cm, Ed. 5+1 a.p
Andreas Grahl, Bär, 2007, Bronze, Porzellan, 70 x 50 x 50 cm, Ed. 5+1 a.p
Andreas Grahl, Treppe, 2007, Stahl, 400 x 140 x 140 cm, Installationsansicht Galerie AMERIKA

Andreas Grahl
Bär  2007
Bronze, Porzellan
70 x 50 x 50 cm
Ed. 5+1 a.p


<-- für weitere Ansichten, bitte ins Bild klicken


Einen ganz eigenen Blick auf kausale Zusammenhänge des Alltags wirft Andreas Grahl in seinen Arbeiten. Seine Skulpturen und Installationen treten dem Betrachter mit dem Anschein der Vertrautheit gegenüber, um ihn umso nachhaltiger zu überraschen. Seine Steckfiguren entlehnten Bronzefiguren scheinen nach vollkommen anderen ästhetischen Vorstellungen zusammengesetzt zu sein als sie im Bausatz angegeben sind - und funktionieren gerade deswegen im Ausstellungsraum als "klassische" Skulptur. Ebenso lädt eine stählerne und auf den Kopf gestellte Wendeltreppe nicht mehr zum hinaufsteigen ein. Sie ist besser zu bewältigen, wenn man sie mit einem gigantischen Bohraufsatz vergleicht, der sich durch Boden und Decke geschraubt hat und nun festhängt. Der offenkundige Fehler in der Konstruktion wird zum kalkulierten Eingriff und scheinbar zufällige Anordnungen zu elementaren Bestandteilen der skulpturalen Formfindung.

 


Archiv vergangener Ausstellungen